Ein Tag auf dem Heilbronner Weg – Ein Sonntag mit leichter Bergwanderausrüstung

Panorama auf dem Heilbronner Weg

Panorama auf dem Heilbronner Weg

So schön Ausrüstungstests auch sind, irgendwann muss man die ganzen neuen schönen Sachen auch in der Praxis ausprobieren. Ganz zu recht hat Hendrik von Hiking in Finland festgestellt, dass viele Blogs nur noch Ausrüstung vorzustellen scheinen ohne noch auf Tour zu gehen.

 

Letzten Sonntag sind wir dann also nicht zum Testen, sondern zum reinen Vergnügen in die Allgäuer Alpen losgezogen, um den Großteil des Heilbronner Weg zu laufen. Damit zeitlich auch alles klappt und wir nicht gehetzt durch die Berge rennen mußten, sind wir schon um 6 Uhr gestartet.

Vom Parkplatz Faistenoy bei Oberstdorf sind wir mit den Fahrrädern zum Berggasthof Einödsbach (1142m) gefahren. Dort angekommen haben wir die Räder angeschlossen und den Aufstieg zum Waltenberger Haus (2085m) gestartet. Gleich nach den ersten Schritten wurde an unsere Bergwander-Ethik appelliert und demensprechend haben wir uns ,Ultraleichtrucksack hin oder her, jeder einen ordentlichen Scheit Holz auf den Rücken geschnallt. Der Lohn sollte ein Schnaps beim Hüttenwirt sein.

Holzschleppen für sie Starken

Holzschleppen für sie Starken

3 Scheit Holz fürs Waltenberger Haus

3 Scheit Holz fürs Waltenberger Haus

Steigt man von Oberstdorf auf die Berge, so hat man in der Regel immer einen recht steilen Anstieg vor sich bis man oben ist. Oben angekommen haben wir uns von unseren zwei Freunden Matthias und Sylvie von open2Enterprise getrennt, die am selben Tag die Trettach-Überschreitung machen würden. Soviel vorweg…während wir gegen 17.30 Uhr wieder in Einödsbach sein würden, sollte es bei den beiden bis spät nach 21 Uhr dauern bis sie wieder im Tal sein würden.

 

Auch Ende Juni gibts noch Schnee

Auch Ende Juni gibts noch Schnee

Um jetzt auf den Heilbronner Weg zu gelangen kann man über zwei Wege vom Waltenberger Haus aufsteigen. Wir sind zum xxx aufgestiegen und dann Richtung Rappenseehütte abgebogen. Das Wetter war super und trotz starker Frequentierung des Weges hatten wir eine Menge Spaß.

 

Waltenberger Haus

Waltenberger Haus

Es gab noch an einigen Stellen Altschneefelder, die allerdings danks ausgeprägter Trittspuren recht leicht zu überwinden waren. Ein langes Schneefeld im Abstieg zur Rappenseehütte hat uns eine Menge Spaß gemacht. Die ersten Meter fuhren wir wie auf Skiern ab. Ohne Ski aber mit Trailrunningschuhen hält man natürlich schlechter die Balance und so ging mein aufrechtes auf Schuhen Hinunterfahren schnell über in ein auf dem nassen Hintern Richtung Tal Rutschen 🙂

 

Schnee kurz nach dem Waltenberger Haus

Schnee kurz nach dem Waltenberger Haus

An der Rappenseehütte (2091m) angekommen haben wir uns Kässpatzen und Apfelschorle als kleine Stärkung für den restlichen Abstieg gegönnt. Über die Enzianhütte und die xxx-Alpe ging es dann zurück zum Berggasthof Einödsbach und irgendwie haben wir die 1500Hm Abstieg dann schon in den Knien gespürt.

Und? Wie heißt der Berg hier?

Und? Wie heißt der Berg hier?

Ein zünftiger Wurstsalat und ein Radler waren der krönende Abschluß der Tour.

 

Hunger und Vorfreude :-)

Hunger und Vorfreude 🙂

Um immer schnell auf 1-tägige Bergtouren starten zu können, bietet es sich an einen sogenannten „Ready-to-go-Rucksack“ zu haben. Also einfach ein Rucksack, indem die wichtigsten Sachen, die man immer auf Tour braucht schon drin hat. So kann man auch kurzentschlossen einfach den Rucksack schnappen ohne lang Ausrüstung zusammensuchen zu müssen.

Mein Ready-to-go-Rucksack sah so aus:

  • Rucksack: The North Face Verto 26 Gramm mit nachgewogenen 380 Gramm
  • Regenjacke: Marmot Super Mica
  • Regenhose: Mountain Hardwear Epic Pant
  • langes Oberteil: Icebreaker 260
  • Isolationsweste: Mammut Savognin Vest
  • Erste Hilfe Set
  • Platypus 2 Liter Hoser
  • Ziplock mit ein paar Müsliriegeln

 

 

3 Kommentare zu “Ein Tag auf dem Heilbronner Weg – Ein Sonntag mit leichter Bergwanderausrüstung

  1. Dennis

    Hi Carsten,
    schöne Wanderung und bestes Wetter wie mir scheint! Was das Statement von Hendrik angeht, so kann ich das in vielen Punkten nachvollziehen. Ich selbst tue mich allerdings schwer über Touren zu schreiben und belasse es meist bei der Ausrüstung 🙂

    Der Ready-to-go-Rucksack ist allerdings ein guter Tipp 😉 Das hindert einen im Eifer zumindest daran zu viel einzupacken oder etwas zu vergessen!

    LG Dennis

  2. Pingback: Bergwandern und Biwakieren – Lechquellenrunde | Fastpacking

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