Appalachian Trail – Der bessere Jakobsweg?

Hallo zusammen,

gerade komme ich vom 203km langen Kerry Way aus Irland zurück und
schon muss ich feststellen, dass unheimlich viele Leute bei uns auf
der Webseite waren.

Der Grund ist ein 2-teiliger Beitrag des NDR zum Appalachen Trail.

Leider warte ich noch auf eine Videokassette mit den zugehörigen
Folgen, sicher scheint jedoch, dass der Film Euch da draussen Lust
auf den Appalachian Trail gemacht hat.

Der Appalachen Trail wird jedes Jahr von um die 4000 Leuten gestartet,
allerdings kommen nur um die 10% auch wirklich an. Vergleicht man diese
Zahlen mit den Zahlen für den Jakobsweg, dann wird eines klar. Überlaufen
ist der AT sicher nicht und im Vergleich zum Jakobsweg ist auch gar nicht
soviel mehr Vorbereitung notwendig.

Ich bin den Appalachian Trail 2004 komplett gelaufen und freue mich, wenn
sich so viele Leute jetzt auch für eine Wanderung dort interessieren.

In letzter Zeit bin ich auch hin und wieder von Leuten angemailt worden, um
Fragen zum AT zu beantworten.

Dabei drehen sich die meisten Fragen um die folgenden Dinge:

1.)Wasserentkeimung
2.)Bären und andere Tiere
3.)Ausrüstung für den Trail
4.)Bücher zur Planung

Einige Fragen zur Planung habe ich auch schon im Bereich
„Appalachian Trail“ in der Unterrubrik „Trails“ abgehandelt,
aber hier dennoch noch ein paar kurze Sätze.

1.)Für die Wasserentkeimung bieten sich generell mehrere Lösungen an.
Für mich persönlich war Aqua Venture von McNett was Gewicht und Geschmack angeht die beste
Lösung. Wer schneller an das trinkbare Nass möchte kann entweder auf einen
Steripen zurückgreifen oder einen
Wasserfilter. Einer der leichtesten ist hier der MSR Hyperflow.

2.)Auf dem Appalachian Trail sind Schwarzbären die einzig ernstzunehmenden
Wildtiere. In der Regel sind sie jedoch scheu und lassen sich mit ein
bisschen Krach verjagen. Nachts sollte man seine Lebensmittel allerdings
fachmännisch auf einen Baum hochziehen oder in einen bärensicheren Sack tun.

3.)Die allermeisten Hiker, die auch am Ende am Katahdin ankommen sind
leicht bis ultraleicht unterwegs. Das Gewicht des Rucksackes sollte unter
10kg liegen. Informationen dazu bekommt ihr bei uns in der Ausrüstungssektion
oder persönlich auf Anfrage, wenn Ihr spezielle Fragen habt. Es ist nur
wichtig offen für neue Ideen sein. Ich war eine Woche mit Zelt, Schlafsack,
Kocher etc in Irland auf dem Kerry way unterwegs und mein Rucksack wog 4kg
ohne Lebensmittel etc. Das hält jeder normale Fachverkäufer in einem
Outdoorladen für unmöglich.

4.)Der NDR hat in seiner Literaturliste nicht alle wichtigen Infoquellen
drin. Nebem dem auch kostenlos zugänglichen Appalachian Trail Companion
ist Wingfoots Thruhiker Handbook eine Spitzenbuch, wenn man auf dem
Trail unterwegs ist.

Bitte fragt, was Ihr könnt und lauft den Trail.

Carsten

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